Wenn Wien im Sommer aufblüht, verlagert sich das Leben nach draußen. Die Terrassen füllen sich, die Abende werden lang, und plötzlich zählt vor allem eines: der richtige Platz unter freiem Himmel. Wien hat davon viele, aber nicht alle sind gleich.

Versteckt und romantisch: Innenstadt-Geheimtipps

Wer es romantisch und diskret mag, findet im Zum Finsteren Stern am Schulhof 8 einen der schönsten versteckten Schanigärten der Innenstadt. Das Restaurant im Palais Collalto öffnet seinen Garten für vierzig Gäste. Reservierung ist erforderlich, und das zu Recht. Die Karte ist klein, wechselt regelmäßig und wird als Sharing-Menü für den ganzen Tisch serviert.

Ebenfalls in der Innenstadt, aber mit ganz anderem Charakter: das Wirtshaus Zattl an der Freyung 6. Seit dem 15. Jahrhundert wird hier ausgeschenkt: Der Gastgarten gilt als einer der schönsten der Inneren Stadt und wurde 2010 zum schönsten Biergarten Österreichs gekürt. Pilsner Urquell vom Tank, Bio-Zwickl, ausschließlich österreichische Weine.

Grün im Siebenten

Wer lieber im Grünen des 7. Bezirks sitzt, hat gleich mehrere hervorragende Optionen. Das Café Kandl in der Kandlgasse öffnet im Sommer seinen entzückenden Innenhof unter Pflanzen und Magnolienbäumen. Das Glacis Beisl in der Breiten Gasse 4 ist eine grüne Oase, die man bei dieser Lage zwischen Museumsquartier und Mariahilfer Straße kaum vermutet.

Und das Käuzchen in der Gardegasse 8 bringt seit über dreißig Jahren Grätzelromantik in den Siebenten: rustikale österreichische Küche, ein umfangreiches Getränkesortiment und eine Atmosphäre, die man nicht inszenieren kann. Abends bis zwei Uhr geöffnet, was in dieser Stadt mehr wert ist, als man zunächst denkt.

Institutionen: Palmenhaus und Skopik & Lohn

Das Palmenhaus im Burggarten ist eine Institution, die keine Erklärung braucht. Die historische Glashülle, die Lage direkt im Park, die Terrasse täglich ab neun Uhr morgens. Manche Orte funktionieren einfach immer.

Ganz in der Nähe liegt das Skopik & Lohn in der Leopoldsgasse 17 im zweiten Bezirk. Zur warmen Jahreszeit flutet das Lokal den Gehsteig mit weiß eingedeckten Tischen und jeder Menge Grün, prädestiniert für einen schummrigen Sommerabend.

Mit Aussicht: Am Roan am Dreimarkstein

Wer den Schanigarten gegen eine Terrasse mit Aussicht tauschen möchte, fährt hinauf zum Am Roan am Dreimarkstein im 19. Bezirk. Auf 454 Metern, mitten im Wienerwald, serviert das Restaurant österreichische Küche ohne Chichi: regional, saisonal, mit Einflüssen aus aller Welt. Der Blick über die Stadt macht jeden Teller besser.

Urban und entspannt: Ulrich und Café Europa

Am St.-Ulrichs-Platz 1 im Siebenten hat sich das Ulrich als eine der schönsten Adressen des Viertels etabliert: ein Schanigarten, der den Platz mit der nötigen Leichtigkeit bespielt, ohne ihn zu überwältigen.

Für alle, die es urban und entspannt mögen: Das Café Europa in der Zollergasse 8 versprüht mit seinem Schanigarten direkt in der Seitenstraße der Mariahilfer Straße genau das richtige Flair für einen langen Sommerabend: große Getränkekarte, faire Preise, Küche bis spät in die Nacht.

Versteckter Innenhof, Aussichtsterrasse am Stadtrand oder Gehsteig-Romantik mitten im Grätzel: Wiens Schanigärten haben für jeden Sommerabend die passende Antwort.