Wien schläft nicht früh. Wer das Innenleben der Stadt kennt, weiß: Der interessanteste Teil des Abends beginnt oft erst dann, wenn anderswo längst das Licht ausgeht. Wien bei Nacht ist keine Frage des Lautstärkepegels: Es ist eine Frage des richtigen Ortes und der richtigen Stunde.
Bermudadreieck: King's Bar und Meinz Sportsbar
Im Bermudadreieck, direkt am Ruprechtsplatz, ist die King's Bar seit 2014 eine der konstantesten Adressen des Wiener Nachtlebens. Longdrinks, Cocktails, SuperSize-Variationen, eine Shotskarte mit Eigenkreationen, und im Sommer ein Gastgarten, der den Platz bespielt.
Ebenfalls im Bermudadreieck: die Meinz Sportsbar, neun Screens, fast drei Meter Projektionsfläche, wo Sport nicht nur übertragen, sondern gemeinsam erlebt wird.
Hard Rock Cafe und Flex am Donaukanal
In der Rotenturmstraße verbindet das Hard Rock Cafe Vienna internationale Rockkultur mit amerikanischer Küche auf mehreren Ebenen: zwei Bars, eine Bühne für Live-Musik, eine Terrasse für die warmen Monate.
Am Donaukanal, nahe dem Schottenring, hält das Flex seit den 1990er-Jahren seinen Underground-Charme: Freitag- und Samstagnächte mit Techno, Drum and Bass und Dub, im Sommer ergänzt durch eine Terrasse direkt am Wasser. Einer der wenigen echten Clubs der Stadt, der sich nicht verändert hat, weil er keinen Grund dazu sieht.
Das Loft und die Gürtelbögen
Wer den Abend lieber langsam ausklingen lässt: Das Loft im 18. Stock des Sofitel Vienna Stephansdom bietet den spektakulärsten Blick der Stadt bei Nacht: Cocktails auf höchstem Niveau, eine Deckeninstallation von Pipilotti Rist.
Und unter den Stadtbahnbögen des Gürtels, zwischen Thaliastraße und Gumpendorfer Straße, reiht sich eine Subkultur aneinander, die Wien von seiner anderen Seite zeigt. Chelsea, Rhiz, B72: Live-Konzerte, Indie, Elektro, alte Backsteinbögen, die abends zum Leben erwachen. Kein Dresscode, keine Inszenierung, nur Musik.
Wien im Sommer hört nachts nicht auf. Man muss nur wissen, wo man anfängt.